Volleyball: Es müsste schon alles schiefgehen, um dem TSV Speyer den Klassenverbleib zu nehmen. Doch die Aufgabe eines Trainers ist es auch, zu warnen.

Von Marek Schwöbel
 

BildSpeyer. Einen Motivationsschub haben sich die Drittliga-Volleyballer des TSV Speyer am Donnerstagabend geholt. Einen Punkt brachten sie nach der 2:3 (21:25, 25:17, 25:22, 17:25, 5:15)-Niederlage vom SV Fellbach mit. Jetzt soll am Samstag, 18 Uhr, in der Osthalle gegen USC Konstanz ein Sieg folgen. „Das war wichtig für die Motivation“, erklärt TSV-Spielertrainer Gerrit Jann erleichtert. Nicht nur, dass seine Mannschaft gegen eines der Topteams der Dritten Liga Süd mitgehalten hat, freut den Trainer. Der eine Punkt kann im Schneckenrennen um den Verbleib in der Dritten Liga am Ende entscheidend sein.

„Wir haben nicht nur auf unsere Außenangreifer verzichten müssen, auch wenn Christian Eckenweber kurzfristig doch dabei war. Zuspieler Christian Kalwa hat sich am Finger verletzt und fiel früh aus“, erzählt Jann.

Immerhin standen in der Mannschaft des SV Fellbach mit Tim Holler, Timo Koch, Felix Klauer und Lars Lückemeyer vier Spieler aus der Mannschaft, die einst in der Zweiten Liga den Meistertitel geholt hatte. Jann: „Und es ist ja nicht so, dass Christian Eckenweber und ich nicht auch Zweite Liga gespielt haben.“

Der Trainer: „Aber wir sind jetzt über 38, während bei Fellbach die Stammspieler alle um die 29 Jahre alt sind.“ Er selbst lief in der ungewohnten Rolle im Außenangriff auf. „Wir haben gut angenommen und sind immer wieder mit unseren Angriffen durchgekommen“, kommentierte Jann erfreut den Auftritt seiner Auswahl. Auch wenn im fünften Satz dann die Luft ein wenig raus war, richtet sich der Blick der TSV-Verantwortlichen in Richtung Konstanz. Triumphiert der TSV Speyer im Heimspiel am Samstagabend, muss Konkurrent TV Bliesen seine beiden verbliebenen Partien gewinnen, um noch auf Platz vier zu springen.

Gegner der Saarländer sind der TSV G.A. Stuttgart und Primus ASV Botnang. „Allerdings wissen wir nicht, wie ernst die Kontrahenten die verbliebenen Partien in der Abstiegsrunde nehmen, wenn sie selbst schon auf der sicheren Seite stehen“, erläutert der Übungsleiter. Er hofft, dass sich seine Mannschaft genauso gut präsentiert wie in Fellbach. Zumindest die Motivation ist wieder zurück, und damit auch ein großes Stück Zuversicht.





 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Speyerer Rundschau - Nr. 84
Datum Samstag, den 9. April 2022
Seite 18