Herren I

Regionalliga Südwest

TSV Speyer besiegt Rheinhessen 3:2

Eine Leistungssteigerung im dritten Satz und eine kuriose Diskussion bescherten dem TSV Speyer einen 3:2 (17:25, 18:25, 25:15, 25:22, 15:9)-Erfolg bei der SG U.N.S. Rheinhessen. Damit bleibt Speyer vorerst auf Platz drei der Volleyball-Regionalliga Südwest.

„Es war ein komisches Spiel“, sagte Mittelangreifer Malte Stohner. Novum bei den Gästen: Britta Büthe, ehemalige deutsche Beachvolleyballerin, nahm auf der Bank Platz und betätigte sich als Betreuerin. „Sie hat aufgrund ihrer Erfahrung natürlich einen guten Blick für das Spiel und kann uns mit ihren Tipps helfen“, meinte Stohner.

Speyer kam jedoch einmal mehr schlecht in die Partie. „Wir haben uns von der lauten Halle beeindrucken lassen“, erklärte der Mittelangreifer. Bis zum 14:14 blieb die Partie ausgeglichen. Dann aber riss von einem Moment auf den anderen der Faden bei den Gästen.

Drei Punkte gelangen noch bis zum Ende des Durchgangs. Und auch im zweiten Abschnitt fand Speyer nicht zu seinem Spiel. „Unser Block bekam keinen Zugriff auf den Gegner. Der hatte sogar noch Glück bei umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen oder bei dem einen oder anderen Netzroller“, sagte Stohner, der die Leistung seines Team in dieser Phase als „grottenschlecht“ betitelte.

Im dritten Satz änderte sich das Bild schlagartig. Jetzt war es die SG, die plötzlich nicht mehr an die Leistung der ersten beiden Durchgänge anknüpfte. Speyer besann sich seiner Qualitäten. „Wir haben dann die Erfahrung eingewechselt“, erzählte der 23-Jährige, der sich plötzlich als jüngster Spieler auf der Speyerer Feldseite wiederfand.

Christian Eckenweber übernahm das Zuspiel. Gerrit Jann und Oliver Geibel griffen an. Über 10:6 gewann Speyer den Abschnitt mit 25:15 souverän.

Der vierte Satz verlief etwas kurios. Beim Stand von 10:6 unterbrach einer der Unparteiischen die Partie, weil es eine Diskrepanz zwischen der notierten und der realen Aufstellung aufseiten des TSV Speyer gab.

Nach zehn Minuten Diskussion einigten sich alle Beteiligten darauf, das Spiel beim Stand von 9:7 fortzusetzen. Den restlichen chaotischen Satz entschied Speyer knapp für sich (25:22). Der Tie-Break war gegen nachlassende Gastgeber letztlich nur noch eine Pflichtaufgabe. Damit geht der TSV Speyer als Tabellendritter in den letzten Spieltag am kommenden Sonntag.

Quelle: Die Rheinpfalz, den 19.03.2019 Von Marek Schwöbel