Herren I

Regionalliga Südwest

Mit einem hart erkämpften 3:2 (21:25, 25:27, 25:22, 28:26, 15:10)-Erfolg gegen die LAF Sinzigbeenden die Regionalliga-Volleyballer des TSV Speyer die Saison. Die Gastgeber schossen damit die Gäste in die Oberliga und sicherten sich selbst Platz fünf in der Tabelle.

Der Wendepunkt der Begegnung lag am Ende des zweiten Satzes. Der TSV Speyer schaffte es nicht, eine 23:19-Führung zum zwischenzeitlich möglichen 1:1-Satzausgleich auszunutzen. Stattdessen erkämpften sich die Gäste, die einen 3:0- oder 3:1-Erfolg benötigten, um in der Regionalliga zu bleiben, erst den 25:25-Ausgleich und dann den Sieg.„Ich glaube, danach hat meine Mannschaft den Hebel umgelegt“, erklärte Speyers Trainer Hans-Joachim Scherbarth nach der nervenaufreibenden Partie. Die Gastgeber starteten gut ins Finale, zeigten sich kämpferisch, offenbarten aber Schwierigkeiten, im Angriff die Bälle zu verwerten. „Sinzig hat seine Stärken in der Annahme und in der Abwehr. Das haben wir gewusst. Aber irgendwie fehlte die Konzentration beim Abschluss“, erklärte Scherbarth.

Das änderte sich allerdings ab dem dritten Satz. „Wir haben dann druckvoller aufgeschlagen und hatten bessere Angriffsbälle. Allerdings haben wir phasenweise immer wieder ein wenig nachgelassen“, berichtete der TSV-Übungsleiter.

Besonders wenn es zum Satzende um das Eintüten des Abschnitts ging, ließen die Speyerer nach. Der Endspurt verlief im dritten Durchgang nicht ganz so knapp wie im vierten, in dem es ebenfalls in die Verlängerung ging, nur diesmal mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Danach war bei Sinzig die Luft draußen. Dass die Gäste den ehemaligen Zweitliga-Spieler Konstantin Skok reaktivierten, zahlte sich am Ende nicht aus.

Scherbarth: „Es war dem Gegner anzumerken, dass mit dem Verlust des vierten Satzes der Verbleib in der Liga nicht mehr möglich war. Da haben dann einige Spieler auf der anderen Seite des Netzes die Köpfe hängen lassen.“ Daher ging der Tie-Break mit 15:10 relativ klar an den TSV Speyer.

Besonders gut gefielen Scherbarth an diesem Tag Julius Vierneisel und Matthias Trauth: „Vierneisel ist einer der konstantesten Spieler. Er hat in der Abwehr und in der Annahme hervorragende Arbeit abgeliefert.“

Speyer verlor zwar beim Aufwärmen den erfahrenen Christian Eckenweber, der über Kniebeschwerden klagte. Dennoch habe der Rest der Mannschaft viel Moral bewiesen.

Quelle: Rheinpfalz vom 10.04.2018