Herren I

Regionalliga Südwest

Regionalligist TSV Speyer unterliegt ASV Landau 1:3

Speyer. Der ASV Landau bleibt in der Pfalz die Nummer eins. Der TSV Speyer hatte die Gäste zum Regionalligaauftakt in der Osthalle lange im Griff, verlor am Ende aber klar mit 1:3 (25:22, 25:27, 18:25, 16:25). 

Motivation und Konzentration sind wichtige Faktoren in einem sportlichen Wettstreit. Zwischen Speyer und ASV Landau traten diese zwei Grundbestandteile deutlich zutage. Es entschied einmal mehr eine einzige Spielphase, nämlich der Schluss des zweiten Satzes, als Speyer beim 24:23 einen Satzball vergab. „Ich denke, es war ein Geschenk von Speyer, das wir dankend angenommen haben“, sagte Landaus Spielertrainer Torsten Zäck. Dass seine Mannschaft bis zu diesem Zeitpunkt klinisch auf der Intensivstation lag, war dem ASV-Übungsleiter bewusst: „Wir haben so gespielt wie in der Vorbereitung. Der Block stand überhaupt nicht. Spielerisch war das schwach.“
Speyers junge Mannschaft begann die Begegnung ohne jeden Respekt unbeschwert. Schnell lag sie 15:9 vorn und sicherte sich trotz eines kurzen Konzentrationstiefs (18:16) den ersten Durchgang. Landau bekam keinen Zugriff. In den entscheidenden Momenten unterliefen den Gästen Fehler im Abschluss oder – ganz rudimentär – bei der Angabe. 

Das änderte sich erst einmal auch nicht im zweiten Abschnitt. Über 4:1 und 11:7 erspielte sich der TSV einen Vorsprung, den er bis zum 24:24 verteidigte. „Dann ging das Kopfkino los“, meinte Speyers Übungsleiter Hans-Joachim Scherbarth. Die Konzentration in der Annahme ließ nach. Die Angreifer bekamen in Folge keine optimalen Bälle. Mit etwas Glück und viel Einsatz drehte Landau den Satz. 

Jetzt zeigten die Gäste auch ihre Tugenden: Einsatzfreude und Druck bei den Angaben. Speyer (Scherbarth: „Da müssen wir noch einiges lernen“) schaffte es nicht, mental dagegenzuhalten. Die Fehlerquote stieg. Landau fiel es leichter, mit schnellen Zuspielen über die Mitte zum Erfolg zu kommen, machte aus dem 13:15 ein 21:15. 

In Satz vier Satz versuchten es die Gastgeber zwar noch einmal, nahmen aber nach dem 13:11 das 14:21 hin. Mit hängenden Köpfen fügten sich die Speyerer in die Niederlage. „Ich weiß nicht, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn wir den zweiten Satz abgegeben hätten“, erklärte Zäck denn auch später. 

Scherbarth äußerte sich dennoch mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Das war richtig guter Volleyball. Die Mannschaft hat einen besseren Auftritt gezeigt als noch in der vergangenen Runde. Das macht Mut. Darauf können wir aufbauen.“ jmr

Quelle: Die Rheinpfalz - Speyerer Rundschau - Nr. 225 vom 26.09.2016