SG Speyer/Haßloch/Heiligenstein I

Landesliga Süd

TGM Mainz-Gonsenheim III : SG TSV Speyer / VBC Haßloch / TuS Heiligenstein I: 3:1 (13:25, 25:22, 25:15, 25:19)

Die Personalsituation der SG I war ja schon zu Beginn der Woche alles andere als berauschend. Und dann fiel mit Stefan Johann auch noch unsere Aushilfe kurzfristig krankheitsbedingt aus. Rettung kam kurzfristig in Person von Jannik Reber aus der SG II, die erst am Sonntag ihren Spieltag zu absolvieren hat. Sozusagen mit dem allerletzten Aufgebot aber gut gelaunt fuhr die SG I nach Mainz. Dort musste das Team erst einmal das Schiedsgericht für das erste Spiel stellen und hatte somit ausreichend Gelegenheit, den kommenden Gegner zu beobachten. Das erste Spiel ging glatt mit 3:0 an die TGM Mainz-Gonsenheim III.

Jetzt war die SG I an der Reihe. Uli Fischer, ansonsten Zuspieler, und Jannik Reber, eigentlich Diagonalangreifer, übernahmen die Mittelpositionen. Jonas Wittemann, unser etatmäßiger Libero, wechselte auf die Außenangreiferposition und Leon Kuczaty, ursprünglich Außenangreifer, übernahm die Diagonalposition. Lediglich Marius Flörchinger (Zuspiel) und Tim Vorberg (Außen) spielten auf ihren üblichen Positionen.

Unser Motto lautete: Spaß am Spiel haben, eigene Fehler vermeiden und den Gegner zu Fehlern verleiten. Dies funktionierte im ersten Satz ganz ausgezeichnet. Mit starken Aufschlägen wurde die Annahme der TGM unter Druck gesetzt, ein vernünftiger Spielaufbau war auf Mainzer Seite selten möglich. Unsere Spieler schafften es sogar, beide Liberos der Mainzer aus dem Spiel zu schießen. Völlig überraschend gelang der SG I ein deutlicher Satzerfolg.

Uns war klar, dass die TGM nicht weiter so fehlerbehaftet spielen wird. Der Mainzer Trainer nahm auch Änderungen in der Aufstellung vor, die im Spiel der Mainzer Wirkung zeigten. Es entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Spiel, in dem keine Mannschaft sich absetzen konnte. Doch dann griff der erste Schiedsrichter ins Spielgeschehen ein. Mit einigen strittigen Entscheidungen brachte er sehr viel Hektik und Emotionen ins Spiel. Zunächst sollte es uns gelingen, uns hierdurch nicht beeinträchtigen zu lassen. Doch gegen Ende des Satzes ließen sich unsere Spieler dann doch von dieser Hektik anstecken und beeinflussen. Den Jungs Truppe unterliefen nun vermehrt leichte Fehler, die der TGM den Gewinn des zweiten Satzes ermöglichten.

Dieser unglückliche Satzverlust brachte die SG I aus dem Konzept. Der SG I fehlte nun das zuvor gezeigte Selbstvertrauen. In Folge dieses „Rückzuges“ brach dann auch unsere Annahme ein. Unsere Truppe kämpfte zwar um jeden Ball, überdrehte aber gelegentlich, was wiederum zu vermeidbaren Fehlern führte. Wir brauchten lange, um im dritten Satz anzukommen. Aber da war es bereits zu spät, lagen wir doch bereits mit acht Punkten in Rückstand.

Der vierte Satz war ein Spiegelbild des vorherigen Satzes. Schnell lag die SG 1 mit wiederum acht Punkten in Rückstand. Die Jungs versuchten zwar alles um die Wende zu erreichen. Aber die TGM hatte nun sehr viel Sicherheit in ihrem Spiel und ließ nichts mehr anbrennen. Souverän schaukelte die TGM die Partie nach Hause.