SG Speyer/Haßloch/Heiligenstein I

Landesliga Süd

Spielbericht zum Auswärtsspiel am 14.1.18
oder: SG1, der melancholische Gentleman unter den Tabellenführern

Wie stellt man sich den Auftritt eines Tabellenführers bei einer Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld vor? Klar: Dominant, souverän und selbstsicher.
Aber haben Sie sich schon Mal überlegt, wie sich das für den Gegner anfühlt? Nein, das haben Sie nicht! Wir schon. Deshalb interpretieren wir unsere Tabellenführung eher etwas ruhiger, melancholischer. So auch im Spiel gegen Marienborn.
Sicher, für Trainer und uns zugewandte Zuschauer wäre eine klare Spielweise wünschenswert gewesen, aber so sind wir nicht. Gleich zu Beginn des ersten Satzes zeigten wir, dass wir trotz klarer (potentieller) Überlegenheit gewillt sind, Mainz am Spiel teil haben zu lassen. So erlaubten
wir uns eine behäbige Spielweise mit teils abstrusen Fehlern, speziell im Annahmebereich. Im Gegenzug gelangen uns dann aber auch wieder schöne Angriffe über die Mitte. Kurzum, der erste Satz ging mit 25:19 an uns.
Beim Seitenwechsel bemerkten wir, dass unsere Gegner etwas geknickt waren, woraufhin wir unser Bemühen Richtung ausgeglichenem Spiel erhöhten und unsere Fehlerzahl abermals erhöhten. Klar, verlieren wollten wir nicht, aber nachdem wir 25:22 gewonnen haben, flackerte
doch etwas Hoffnung in den Augen der Spieler aus Mainz.
Unserem Kurs treu bleibend, spielten wir den dritten Satz mit 25:16 höflich, aber bestimmend runter.
Zusammenfassung: Wir haben 3:0 gewonnen. Objektiv betrachtet haben wir dafür viel zu lange gebraucht und den Gegner immer im Spiel behalten.
Ausblick: Für die kommenden Spiele befürchte ich, dass unsere Höflichkeit etwas nachlassen wird und wir uns in Dominanz üben.
Am 27.01.18 können Sie gerne zusehen, wie aus melancholischen Gentlemen dominante Drecksäcke werden. Derby is schließlich Derby!