Karla Borger und Britta Büthe unterliegen Kanada, ziehen durch einen Sieg über Venezuela in der sofort im Anschluss ausgetragenen Lucky-Loser-Runde aber dennoch ins Achtelfinale ein. 


Rio de Janeiro (tob). Drei Spiele an sechs Tagen, so hat gemächlich hat das Olympische Turnier begonnen – und dann überschlagen sich die Ereignisse. Die Weltranglisten-Vierten Karla Borger/Britta Büthe haben gegen die Kanadierinnen Sarah Pavan und Heather Bansley mit 0:2 verloren (19:21, 21:15) und damit das letzte Spiel der Gruppenphase absolviert. Doch Zeit um auszuruhen oder die nächste Partie sinnvoll vorzubereiten, gab es nicht. Schon 60 Minuten später war wieder höchste Konzentration und die volle Leistung gefragt. Mehr Zeit sah der Weltverband FIVB nicht im olympischen Spielplan vor. Erst 45 Minuten vor Spielbeginn erfuhr Trainer Srdjan Veckov offiziell, gegen wen und auf welchem Court sein Team anzutreten hatte. Schlichtweg weil er selbst ins FIVB-Büro hineinplatzte, weil sonst kein Verantwortlicher greifbar war. „Dass das olympische Turnier, so ein wichtiges Turnier, so eine merkwürdige Terminplanung hat, das ist für mich völlig unverständlich“, sagte Veckov und schüttelte den Kopf. 

In der Lucky-Loser-Runde musste das Duo aus Stuttgart um Mitternacht erneut auf dem Center Court antreten. Gegner waren Olaya Perez Pazo/Norisbeth Isais Agudo Gonzalez aus Venezuela, die gegen die um einiges erfahreneren Deutschen chancenlos blieben. Borger/Büthe sicherten sich den zweiten Sieg beim Olympischen Turnier mit 2:0 (21:13, 21:8) in 30 Minuten. „Ist doch toll, dass wir die Chance bekommen haben, gleich nochmal zu spielen“, sagte Britta Büthe weit nach Mitternacht und auch Karla Borger schnaufte durch und meinte: „Von der Belastung her ist ja sogar die deutsche Tour anstrengender. Da hat man noch mehr Spiele in noch weniger Tagen. Wir können ja jetzt gleich schlafen und ausruhen.“ Und auch der Humor kommt nach dem Sieg und der Erleichterung, über den Umweg ins Achtelfinale gekommen zu sein, nicht zu kurz: „Das mit dem Schlafen, das sagt sie jetzt und in drei Stunden redet sie immer noch“, meinte Britta Büthe und lachte. 

Im Achtelfinale allerdings wartet ein harte Nuss: Keine 13 Stunden nach dem Sieg in der Lucky-Loser-Runde, den anschließenden Behandlungen beim Physiotherapeuten und der Rückfahrt zur Unterkunft, steht der nächste Einsatz auf dem Spielplan. Am Freitag, 12. August, um 16 Uhr (21 Uhr deutscher Zeit) geht es gegen die Brasilianerinnen Larissa Franca Maestrini/Talita da Rocha Antunes. „Was will man mehr“, sagte Trainer Srdjan Veckov. „Wir sind bei Olympia, spielen direkt an der Copacabana, und treffen auf ein brasilianisches Top-Team. Beim Poker würde man jetzt sagen: All in, alle Karten auf den Tisch.“ 

Für Borger/Büthe geht es vor allem darum, die Chance zu nutzen, sich weiter zu steigern: „Mit dem Achtelfinale haben wir noch nicht unser Ziel erreicht. Wir haben einfach noch nicht gezeigt, was wir können.“ 

Die bisherige Match-Bilanz zwischen den beiden Achtelfinal-Kontrahenten lautet 2:1 für die Brasilianerinnen. Im Februar haben die Stuttgarterinnen gewonnen – beim FIVB Open in Maceió in Brasilien. An das einheimische Publikum, was die Gegner generell gerne auspfeift, sind die beiden also gewohnt. 

Für Fotoanfragen oder sonstige Informationen rund um das Beachvolleyball-Nationalteam Borger-Büthe steht Ihnen Pro Talents - Sports & Entertainment Management unter 0201-4906060 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung. 

Foto: www.tombloch.de

Quelle: Presse Borger/Büthe vom 12.08.2016